Noch während des Jugendspieltags treffen die Seniorenspieler für die Partie gegen den SV Kippenheimweiler ein. Mit dem Gruch von frischen Waffeln und Kaffee in der Nase können die Aktiven ihrem regionalen Unterbau beim Wetteifern zusehen und sich gleichseitig für ihre anstehende Aufgabe einstimmen. 
Wegen der weiterhin angespannten Personallage gleicht der Kader der Reservemannschaft nahezu einer SVE-Traditionsmannschaft, die gut und gerne in einem festlichen Zusammenhang zum Einlagespiel auflaufen hätte können. So traten neben den reaktivierten AH-Spielern Erber, Moser, Reinbold und Oswald, auch Striegel, Beck und Osner mit auf den Rasen. Durch den Einsatz dieser verdienten Spieler stieg wohl nicht das durchschnittliche Laufpensum, aber ganz gewiss der oftmals fehlende Fußball-IQ. Nach einer verschlafenen Anfangsphase und dem Führungstreffer für die Tabellennachbarn aus Kippenheimweiler, konnten die Lokalmatadoren der SG-Herren 2 zu Beginn der zweiten Hälfte das Ruder rumreißen und mit Treffern von Reinbold und Oswald den ersehnten Dreier einfahren. Durch diesen Sieg konnte man die rote Laterne an den Gegener aus Kippenheimweiler weiterreichen und einen feucht fröhlichen Sonntagmittag einläuten.

Zur Hauptpartie an diesem langen Sportplatzsonntag stehen sich der Tabellen-Zwölfte und der Neuntplatzierte gegenüber. Für unsere Jungs gilt es einen Sieg zu erringen um den Anschluss an das Tabellenmittelfeld nicht zu verlieren. Mit Schulz, Ketterer, Wolf und Weber fehlen erneut Kräfte aus Kader 1, die es heute zu kompensieren gilt.
Es beginnt eine turbulente Anfangsphase. Beide Teams wollen ihren Anspruch auf einen Sieg vormerken und überspringen die traditionelle Abtastphase. In der 5. Minute setzt sich Darel über rechts durch und bringt eine scharfe Flanke nach innen. Touchiert vom Tormann, kann der überrumpelte IV der Gäste nur unglücklich im eigenen Kasten versenken. Eine frühe Führung durch dieses Eigentor ist perfekt. Doch die Elf aus Kippenheimweiler zeigt sich unbeeindruckt und spielt ihren Stiefel weiter. Durch eine Unaufmerksamkeit in unserem umformierten Abwehrzentrum kommt der Gästestürmer in eine aussichtsreiche Position im Strafraum, durch die sich unser Keeper Spoth zum rüden Vorwärtsverteidigen animiert sieht. Resultat: Foulelfmeter und glücklicherweise keine weitere Bestrafung. Der Elfmeter wird zum 1:1 Ausgleich verwandelt.

Die Heimmannschaft legt im weiteren Verlauf eine Schippe drauf und versucht weiter Druck zu machen. In der 14. Minute landet ein direkter Freistoß von Zihala nach einer Mauerberührung unglücklich nur an der Latte. Eben jener Freistoßschütze muss in einer Folgeaktion wegen eines schon in Altdorf in Mitleidenschaft gezogenen Knies leider unter Schmerzen den Platz verlassen. Gute Besserung an dieser Stelle, Rado. Für ihn kommt Flo Jäger in das SG-Aufgebot in Spielminute 21. Im weiteren Verlauf konnte Herdick einen erstaunlich strammen Abschluss aufs Tor bringen. Leider verhinderte abermals das Aluminium die erneute Führung. 
Vor der Pause bäumte man sich nochmals extrem auf. Ein weiterer Abschluss an die Latte mit  Hackenachschuss wollte sich nicht in zählbares ummünzen lassen. Bis in der 45+1. Minute der ersten Halbzeit eine Kombination über Jäger und Tsatio bei Herdick landete, der den Führungstreffer perfekt machte. In der 45+3. Minute gelang unserem italiänischen Goldjungen Nicolino noch ein Treffer zum 3:1. Der Ablauf dieses Treffers blieb der Heimspiel-Redaktion leider verborgen, da bereits mit der Fürsorge und Abtransport des verletzten Spielers beschäftigt. Es wird davon ausgegangen, dass es sich um einen sehenswerten Abstauber handelte.


Die zweite Halbzeit war gespickt von einigen Verwarnungen und vielen technischen Unsauberkeiten. Die SG verwaltete zumeist die Führung und die Gäste konnten keine entsprechenden Nadelstiche setzen. Erst zum Ende der Partie flammte noch einmal ein wenig unserer offensiven Qualität auf . Abermals landete ein Abschluss an der Querlatte und dann in den Händen des Gästetorhüters. Mit dem Abpfiff nach 93 Minuten war unser 6-Punkte-Spieltag perfekt. Trotz einer ausbaufähigen Leistung des gesamten Teams bekamen Zuschauer und Trainer über die gesamte Spielzeit nicht das Gefühl, dass da heute was anbrennen konnte. Im Gegensatz zur Hinrunde bestärkt sich allerdings auch nach diesem Spiel der Trend an eine bessere erste Hälfte eine schwächere zweite Hälfte bzw. Schlussphase anzureihen. Gegen den heutigen Gegner blieb dies unbestraft, jedoch gilt es dieses Manko unbedingt für die restlichen Partien auszuräumen. 

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